Wann sich ein Möbellift wirklich lohnt
Die häufigste Fehleinschätzung beim Umzug: Man denkt in Stockwerken, entscheidend ist aber der Weg. Vier Etagen mit gerader, breiter Treppe sind machbar; zwei Etagen mit engem Treppenauge und Wendepodest kosten deutlich mehr Zeit – weil große Möbel dort schlicht nicht um die Kurve gehen.
Als Faustregel aus der Praxis: Ab dem dritten Obergeschoss ohne Aufzug rechnet sich der Lift fast immer. Darunter hängt es davon ab, was transportiert wird. Ein Haushalt mit Kleiderschränken, Sofa und Waschmaschine profitiert früher als einer mit vielen Kartons und wenig Mobiliar.
Der zweite Grund ist der Schaden, der gar nicht erst entsteht. Treppenhäuser in Wiesbadener Altbauten haben lackierte Handläufe, Stuckkanten und alte Fliesen. Was dort beschädigt wird, zahlt am Ende jemand – und es ist selten der Vermieter.
Dachgeschoss
Wohnungen unterm Dach sind der klassische Fall: enge Aufgänge, niedrige Durchgänge, manchmal eine Ausziehtreppe.
Altbau mit Treppenauge
Wenn der Schrank nicht ums Podest passt, ist der Lift oft die einzige Alternative zur Demontage.
Große Einzelstücke
Sofa, Boxspringbett, Klavier oder Flügel gehen durchs Fenster, wo sie im Treppenhaus stecken bleiben.
Enge Zeitfenster
Wo nur wenige Stunden zur Verfügung stehen, halbiert der Lift die Transportzeit nach oben und unten.


